Gemüsebrühe selber machen

Man kennt das, da steht man am Herd, kocht fröhlich vor sich hin und greift zum Abschmecken noch schnell in den Gewürzschrank. Bevor man drauf los würzt blickt man noch mit einem Auge auf die Zutatenliste der gekauften Gemüsebrühe und schon ist es passiert: “Uärks!”

Die 2. Hauptzutat nach Jodsalz sind Geschmacksverstärker (Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat, Dinatriuminosinat) und dann kommen noch ein paar andere, kaum auszusprechende Zutaten. Die Zutat “Gemüse (Karotten, Zwiebeln)” steht hinter den Aromen und geht fast unter.

Das muss auch anders gehen dachte ich mir und suchte im Supermarkt nach Alternativen. Die gibt es, aber auch Hefeextrakt ist immer dabei.

Also einfach mal was neues ausprobieren und Gemüsebrühe selber machen, ganz einfach und lecker!

Hat man eine gute Küchenmaschine und eine liebe Freundin, die mit einem den riesigen Gemüseberg kleinschnippelt, macht das ganze auch noch Spaß! Mucke nicht vergessen! ;)

 

Zutaten für ca. 10 bis 15 Gläser:

 

3,5 kg Gemüse (z.B. Sellerie, Karotten, Lauch, Petersilienwurzel, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Zucchini…)

& Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Basilikum, Thymian…)

500 g feines Salz

 

Zubereitung:

 

Jetzt ist es natürlich hilfreich eine gute Küchenmaschine zuhaben, die man mit einem Fleischwolf-Aufsatz bestücken kann oder man leiht sich von Oma einen handbetriebenen Fleischwolf und klempt diesen gut an die Tischkante.

Dann kann es auch schon losgehen!

Gemüse und Kräuter waschen und in grobe Stücke schneiden und ab damit in den Fleischwolf!

Raus kommt eine feine Gemüsemasse. Zur dieser Gemüsemasse gibt man nun das Salz und vermischt alles miteinander.

(Das Verältnis Gemüse zu Salz ist 7 : 1 – macht man die doppelte Menge, nimmt man ca. 7 kg Gemüse und 1 kg Salz)

Die feritge Masse füllt man nun in saubere Gläser ab und verschließt diese. Gekühlt sind die Gläser sehr lange haltbar.

 

So ein kleines Glas selbstgemachte Gemüsebrühe ist auch ein wunderbares Mitbringsel oder Geschenk, mit einer Schleife und schönem Papierbezug, Voilà tout! ;)

 

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Topfbrot: Vollkorn-Misch-Brot

Da ich immer noch auf der Suche bin DAS Brotrezept schlechthin zu finden, hier ein neuer Backversuch.

Vorweggenommen: der Versuch ist geglückt, aber an Sauerteig traue ich mich immer noch nicht ran. ;)

Hier das sehr leckere, weil mit knuspriger Kruste, Brotrezept:

Zutaten für einen ca. 1,3 kg Brotlaib:

 1 Gusseisernen Topf, ca. 5 L Fassungsvermögen (meiner hat einen Durchmesser von ca. 26 cm)

“Im gusseisernen Topf entsteht ein Klima wie in einem Holzbackofen: rundherum gleichmäßige Hitze, während die Feuchtigkeit des Teiges erhalten bleibt.” und man braucht kein extra Schüsselchen mit Wasser in den Ofen stellen.*

2-3 Tütchen Trockenhefe

1/4 TL Zucker

150 ml lauwarmes Wasser

 

350 g Weizenmehl Typ 405

650 g Dinkel-Vollkornmehl (oder Weizenvollkornmehl)

500 ml Buttermilch

150 ml Wasser

1 EL Salz

 

Zubereitung:

Die Trockenhefe mit dem Zucker in 150 ml lauwarmes Wasser zu einem Hefegemisch auflösen.

Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit Buttermilch, 150 ml Wasser und dem Hefegemisch gut 5 Minuten lang verkneten. (Ein Hoch auf die Küchenmaschine!)

Das Salz einrieseln lassen und wieder ein paar Minuten weiterkneten lassen.

Während dessen eine saubere große Schüssel mit Öl einpinseln und zur Seite stellen.

Ist der Teig gut verknetet, gibt man diesen auf eine bemehlte Arbeitsfläche und formt ihn zur Kugel. Diese kommt dann in die eben geölte Schüssel und wird mit Frischhaltfolie gut abgedeckt. Nun darf der Teig ca. 1 Stunde “gehen”.

Ist die Zeit um, gibt man den Teig wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche, dort wird er in der Mitte gefaltet und wird dann zurück in die Schüssel gegeben und wieder mit Folie abgedeckt. Nach ca. 30 Min nimmt man die Frischhaltefolie von der Schüssel und lässt den Teig weitere 30 Min ohne Abdeckung “gehen”.

Die 30 Minuten nutzt man, um den Gusseisernen Topf im Ofen vorzuheizen: Mit Deckel in den Ofen schieben und bei 200 Grad Umluft einfach 30 Minuten drin lassen.

Ist auch diese Zeit um, nimmt man den schweren und – Vorsicht – heißen Topf aus dem Ofen, gibt den Teig hinein und schneidet ihn, wie einen Hashtag (#) 4 mal ein. Deckel drauf (Handschuhe benutzen!) und wieder ab in den Ofen mit dem Topf.

Nach 60 Minuten ist das Brot fertig und kann auf einem Gitter auskühlen.

Foto(Amazon-Partner-Link)

*Zitat aus dem Buch “Brot aus dem Topf” von Gabriele Redden

Rhabarberkuchen mit Mandeln

Letztes Jahr gab es schon welchen und dieses Jahr beglückte mich die beste Freundins Mutti mit einem Kilo (einem KILO!!111einself) Rhabarber!
Statt Rhabarber-Crumble backte ich einen Rhabarber-Mandel-Kuchen.
Hier das Rezept… :)

 

Zutaten:
ca. 500 g Rhabarber (man kann auch mehr Rhabarber in den Teig geben, allerdings sollte man dann einen Blechkuchen daraus machen, damit auch alles in die “Form” geht)

250 g Zucker

250 g Butter (rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen oder im Topf flüssig werden lassen)

5 Eier

2 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz

250 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

100 g fein gehackte Mandeln

Puderzucker zum Bestäuben

 

Zubereitung:

Rhabarber waschen und putzen, die Schalen abziehen und in ca. 2 cm lange Stücke schneiden und zur Seite stellen.
In einer großen Rührschüssel die Eier mit dem Zucker aufschlagen und Vanillezucker und Salz zugeben. Anschließend das Mehl mit dem Backpulver mischen und nach und nach mit unterrühren. Zum Schluss die Mandeln und den Rhabarber unterheben und die Masse in eine eingefettete Form geben.
Im Ofen bei 160 Grad Umluft ca. 50-60 Minuten backen.

Blechkuchen braucht weniger Zeit, da die Form flacher ist. Tipp: Küchenuhr auf 20-30 Min einstellen und dann die Holzspießprobe machen.
(Generell immer mit einem Holzspieß in den Kuchen stechen und gucken ob Teig daran hängen bleibt, denn wenn nicht, ist der Kuchen fertig.)

 

Den noch warmen Kuchen mit Puderzucker bestäuben.
Yummy!

 

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Quarkbrot

Die Woche fängt gut an, denn es gibt selbst gebackenes Quarkbrot! <3

Zutaten für ein kleines Brot:

30 g flüssige Butter

250 g Mehl

250 g Quark

1 Ei

1 Päckchen Backpulver

1/4 TL Salz

1/4 TL Zucker

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und gut verkneten.

Eine eckige Kuchenbackform einfetten und den Teig einfüllen und etwas glatt drücken.

 

Im Ofen bei 180 Grad Umluft ca. 1 Stunde backen.

Fertig ist das Frühstücksbrot! :)

 

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“You Should Know”

Lions of Nebraska haben einen neuen Song am Start, d.h. ab Freitag, den 24. Januar, ist er offiziell draußen und kann bei den üblichen Plattformen oder beim Händler um die Ecke erworben werden.
“Wer nicht bis dahin warten will, kann das Video zum Song hier schon vorab sehen:
www.unser-song-fuer-daenemark.deHier geht es um eine Wildcard für den Eurovision-Songcontest 2014. Es ist kein Puplikumsvoting nötig, aber ein paar positive Kommentare helfen mit Sicherheit.”

Ich finde es sehr gelungen und freue mich darauf! :)
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Einmal NYC und zurück…

Einmal NYC und zurück…

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Donnerstag, 05.12.2013

Sturm Xaver zog in Schleswig-Holstein auf, aber wir – mein Mann Ole und ich – sind davon geflogen! Wir starteten sehr früh und beäugten die Wetterlage schon seit Tagen. In Hamburg war noch alles möglich, wir durften in den kleinen Flieger steigen und kaum drin, war ich schon gerührt, denn an Bord lief zur Begrüßung Weihnachtsmusik! Eine unruhige Stunde später kamen wir in Düsseldorf an und hatten noch etwas Verschnaufpause. Ich vertrieb mir die Zeit indem ich meine Freundin anrief und sie mit ihrer Arbeitskollegin spontan Frank Sinatras “New York” anstimmte. In diesem Moment glaubte ich immer noch nicht, dass sich in ein paar Stunden ein Lebenstraum erfüllte!

Der Flug von Düsseldorf nach NYC war im Vergleich zum “HH, wir schütteln Sie durch bis DUS, bis Ihnen schlecht wird”-Flug, eine Einschlafhilfe. Wobei wir beide – obwohl wir müde waren – nicht schlafen konnten. Wir vertrieben uns die Zeit mit 2 Filmen und dem Beobachten von Leuten, die im Flieger die komischsten Sachen machten, um ein bisschen Bewegungsfreiheit zu bekommen.

Touchdown NYC (JFK). Wir verließen den am Ende des Fluges wie eine Müllkippe aussehenden Flieger. Danach ging es direkt zur Einreisekontrolle. Wir gaben unsere Fingerabdrücke ab. Nach einer kurzen Personenkontrolle durften wir unser Gepäck schnappen und das Flughafengebäude verlassen. Wir reihten uns in die lange Schlange am Taxistand ein. Ich summte und wippte vor mich hin und vergaß, dass ich eigentlich todmüde war und wir fast schon eine halbe Stunde auf ein freies Taxi warteten! Es war egal, wir waren hier und das war unfassbar!

Das Taxi war riesig und der Taxifahrer sehr nett und zuvorkommend. Er amüsierte sich köstlich über das von mir benutzte Wort “Weicheier”, denn bei seinem Fahrstil hätte er seinen Führerschein in Deutschland an der nächsen Ampel direkt wieder abgeben müssen. Wir nahmen es ihm nicht krumm, die Straßen waren verstopft und er erzählte uns, dass er nach dem 8 Stunden-Dienst noch weitere 4 Stunden arbeiten müsste, um eigenes Geld zu verdienen.

Normalerweise bräuchte man für die Strecke vom Flughafen nach Midtown ca. 20 Minuten. Wir waren knapp 50 Minuten unterwegs und hatten somit genug Zeit, um uns an den “Großstadtlärm” zu gewöhnen. Am Hotel Grand Union angekommen, staunten wir nicht schlecht. Wir hatten uns darauf eingestellt in einem winzigen Zimmer untergebracht zu werden und wären auch sehr glücklich damit gewesen, wenn wir nur unsere großen Koffer irgendwo verstaut bekommen hätten. Aber das Zimmer erwies sich als Glücksgriff. Es war geräumig, hatte einen kleinen Tisch mit Stühlen, eine Kommode, einen Kühlschrank, den wir noch sehr zu schätzen lernten, im Bad gab es sogar eine Badewanne, es war sauber und gemütlich und das Wichtigste von allem: das WLAN funktionierte!

Schnell die Sachen verstaut, frisch gemacht und ab nach draußen, einmal um den Block! Wir sagten dem Empire State Building Hallo! und waren verblüfft, dass es wirklich nur 2 Blocks neben unserem Hotel stand. Da es an diesem Abend etwas diesig war und leicht nieselte, konnten wir die Spitze vom Empire nicht erahnen, aber wir standen einfach nur da und guckten nach oben. Es war noch gar nicht so spät in NYC, aber wir gingen nur ein paar Blocks, kauften auf dem Rückweg im Supermarkt Getränke und eine Kleinigkeit zu Essen ein, machten Halt an einer der belebten Ecken rund um den Empire, aßen ein Stück Pizza und schlenderten dann zurück ins Hotel. Ich war jetzt schon überwältigt, das Gewusel, die Geräusche, die Leute, die Sprachen, die ersten Eindrücke machten mich fast ein wenig verlegen mein eingestaubtes Schulenglisch zu benutzen. Ich war froh und dankbar, dass Ole mit seiner “2. Muttersprache” gleich mit jedem per “Du” war.

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Freitag, 06.12.2013

Nach einer ruhigen und sehr “komischen” Nacht, der Zeitumstellung wegen und weil wir, obwohl wir mitten in der City waren, von unserem Hotelzimmer nichts vom Leben draußen zu hören bekamen, wachten wir bereits um 5.00 Uhr auf und verliessen das Hotel schon vor 7:00 Uhr. Im süßen “Hipster”-Café “M” nahmen wir einen Kaffee und einen französischen Snack mit und schlenderten Richtung Macy´s. Macy´s ist wie Karstadt, nur ca. 10 mal so groß und im 8. Stock, zu dem man nur über alte Holzrolltreppen kommt, arbeitete der Weihnachtsmann von 9:00 am bis 9:00 pm. Die 6th Avenue hoch geschlendert, kamen wir zum Bryant Park und sahen die erste Schlittschuhbahn und den ersten “Weihnachtsmarkt” mit ein paar Ständen und festen Zelten und einem riesigen, geschmückten Tannenbaum. Es nieselte immer noch, aber das störte uns nicht weiter, erst als wir in einem Deli Namens “Zeytinz” saßen und auf den weihnachtlich geschmückten Park blickten, kam uns die Idee, unsere nassen Jacken über die Heizung zum Trocknen zu hängen. Sobald die Jacken wieder einsatzfähig waren, ging es in die gleich neben dem Park ansässige New York Public Library – was für ein wundervolles Gebäude! Die zwei Löwen aus Steinmamor – sie heißen Patience und Fortitude – sind je etwa 3,5 Meter lang und trugen einen Weihnachtskranz um den Hals und sahen, obwohl sie an sich schon beeindruckend waren, noch imposanter aus. Drinnen war alles weihnachtlich geschmückt, alles sehr gediegen: eher eine zurückhaltende Weihnachtspracht, sehr edel und fein. In der umwerfenden Eingangshalle hieß uns ein traumhafter Weihnachtsbaum Willkommen. Wir schauten uns um und waren beeindruckt: Die Lesesäle, die Kunstausstellungen, die Architektur… wunderschön! Sogar eine Gutenberg-Bibel gab es zu bestaunen. Der freundliche Wachdienst lud sehr herzlich dazu ein, näher zu treten und sich alles ganz genau anzusehen. Aber ein Highlight, auf das ich mich persönlich schon seit Wochen, Monaten, ja sogar seit Jahren freute, sollte erst noch kommen. Die 5th Avenue Richtung Norden hoch und einmal links abgebogen – da stand er: Der Rockefeller Center Christmas Tree! Was für eine Pracht-Tanne! Von oben bis unten mit kleinen Lichtern behangen, die Spitze geschmückt mit dem größten Weihnachtsstern, den ich je gesehen habe, einem aus vielen Swarovski-Steinen bestehenden 3 Meter großen glitzernden Stern! Wir machten viele Fotos und lösten uns nur langsam von diesem überwältigenden Ort. Die Radio City Music Hall, gleich um die Ecke war auch geschmückt und gegenüber gab es meterhohe, rote Weihnachtskugeln zu bestaunen. Der Regen wurde nicht weniger und nach über 7 Stunden Sightseeing wollten wir dann doch mal wieder ins Hotel, um die Jacken und Schuhe zu trocknen. Der Weg zurück war lang, aber alles war so aufregend, dass man die Zeit und alles Drumherum fast vergaß! Abends, nach der erholsamen Ruhe im überaus gemütlichen Hotelzimmer, ging es zum Burger essen ins Diner nebenan.

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Samstag, 07.12.2013

Empire State Bulding morgens um 8:00 Uhr kein Problem. Die Empfangshalle bestaunen und ab nach oben. Die Aussicht überwältigte mich und mir hüpfte das Herz! Ole machte viele Fotos, das Wetter spielte mit, es war zwar eiskalt, aber dafür trocken und sonnig. NYC aus dieser Perspektive zu betrachten ist fast noch unglaublicher als das Gefühl überhaupt vor Ort zu sein! Ich war hellwach, dachte ich doch, dass King Kong zusammen mit Spiderman jeden Moment um die Ecke kommen müsste! Als wir 3 Stunden später das Gebäude verließen, standen die Menschen bis auf die Straße und auch noch um den gesamten Block herum in der Warteschlange. Wir dachten nur: “Alles richtig gemacht!”

Auf dem Weg zum Flohmarkt im Garment District, haben wir bei Dunkin’ Donuts halt gemacht. Dort gab es sternförmige Donuts und zum Abschied noch ein blaues Knie für mich, denn ich legte mich noch schön auf den frisch gefeudelten Boden! Einmal ganz unten in NYC. Kann ich. Die Knochen gezählt. Zum Glück war nichts verloren gegangen, denn jetzt ging es humpelnd auf den Hell´s Kitchen Fleamarket! Wir stöberten und so vergaß ich mein Knie ganz schnell, denn ich fand zwei rote Lederumhängetaschen. Ich kaufte alle beide, nachdem die sympathische Verkäuferin über meinen Enthusiasmus schmunzelte, weil ich doch genau so etwas gesucht hatte und nun in meinen Händen hielt. Ein paar alte schwarz/weiß Fotos von unbekannten NYC Bewohnern suchte ich aus und Ole fand einen sehr alten, aber gut erhaltenen Prägestempel, der früher mal ein Stadtwappen-Siegel gewesen sein könnte. Wir ließen insgesamt knapp 60 $ Dollar in Hell´s Kitchen und freuten uns über unsere Fundstücke. Auf dem Weg in die “Manhattan Mall” beim Herald Square, legten wir eine Verschnaufpause im “fresh & co” ein und ich staunte u.a. über die Salatbar. Man konnte sich seinen Salat aus 3758 Zutaten zusammen stellen lassen und zuschauen wie “Mama T.” (die Salatbarchefin hatte ein Namensschild) ihn mit einem Wiegemesser klein hackte und servierfertig machte. Der Salat war einfach nur yummy! Ole hatte ein selbst zusammengestelltes Sandwich und war darüber sehr glücklich. In der Mall angekommen, staunten wir mal wieder über die Weihnachtsdekoration und fanden in einem “Hallmark” ein paar wunderbare Weihnachtsgeschenke (u.a. einen singenden Schneemann samt blinkender Straßenlaterne mit zwitscherndem Vogel obenauf und wuffendem Hund!) und wir trafen auf Super Grover – ich war sofort verliebt – nicht nur weil er am 14. Oktober Geburtstag hat, wie uns sein Anhängeschild verriet, nein, er war auch ein Held meiner Kindheit. Super Grover musste mit uns kommen und er saß ganz oben auf in der Tüte mit den von Ole ausgesuchten Pullovern. Im Supermarkt an der Ecke kauften wir noch Wasser, Dr. Pepper und Snacks und Süßes zum Football gucken, denn es ging zurück zum Hotel, wo wir gemütlich das Spiel verfolgten. Füße und Kopf dankten.

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Sonntag, 08.12.2013

Wir schliefen lange und starteten in den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück bei “Tasty”. Es gab Pancakes, ein english Muffin mit Wurst für Ole und einen Bagel mit Scallion (Frischkäsecreme mit Frühlingszwiebeln und Kräutern) für mich. Dazu frischgepressten Orangensaft. Serviert wurde alles auf Plastiktellern, was uns auch am 3. Tag noch immer etwas seltsam vorkam. Wir schlenderten zum Madison Square Park, bestaunten das Flatiron Building und freuten uns über die zutraulichen Eichhörnchen, die wie wild auf jeden im Park zuliefen, als hätte man Nüsschen dabei gehabt. Dann ging es zur “Antique Garage” in der 112 W 25th Street, zum Glück einem Garagen-Flohmarkt, denn es war bitterkalt geworden. Nachdem mir eine Dame Geschmack und Sachverstand unterstellte, kaufte ich bei ihr zwei wunderschöne Seidentücher. An einem anderen Stand freute sich Ole über das Kompliment ein gut sprechender “Amerikaner” zu sein. Wir kauften bei dem Ehepaar, mit dem wir über Weihnachtsbräuche sprachen, zwei glitzernde Weihnachtsansteckbroschen und eine kleine, alte “Tannenbaumkugel” in Form eines kleinen, niedlichen Häuschens. Als wir alles gesehen hatten, ging es – nach einem kleinen Abstecher in einem kleinen Café – auf direktem Weg zurück zum Hotel, denn am späten Nachmittag spielten die NY Jets gegen die Oakland Raiders. Diese Übertragung wollten wir nicht verpassen. Die NY Jets gewannen 37:27!

Abends hatten wir nochmals eine Verabredung mit dem Empire State Building, genauer gesagt, ging es ins “Heartland Brewery”, welches sich direkt im Empire befindet und schon Tage zuvor sehr einladend auf uns wirkte. Es war ein besonderer Tag und wir bekamen einen Tisch, Ole bestellte ein Steak-Käse-Sandwich und ich bekam einen Kobe-Burger. Dazu tranken wir Red Nose Ale. Uns ging es ziemlich gut! Auf die Rechnung malte ich noch was, was ein Herz werden sollte, dazu schrieben wir “Vielen Dank”.

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Montag, 09.12.2013

Nach einer kurzen Nacht (ich bekam leider Magenprobleme) ist Ole alleine in die Bronx gefahren. Begeistert war er von der im Vorfeld schon gebuchten Yankee Stadium Führung. Ich selber habe das Zimmer leider erst am Dienstag wieder verlassen.

Dienstag, 10.12.2013

Um 8:00 Uhr starteten wir. Noch etwas schwach auf den Beinen und mit dem Kreislauf ganz im Keller, stiegen wir in die Metro (grüne Linie, Richtung Downtown) bis “City Hall”. Dort guckten wir die, vor lauter Schneewolken kaum erkennbare Brooklyn Bridge an und bummelten dann (“grumpy Kreislauf!”) zu Billys Bakery in die Franklin Street. Angekommen, gab es dort heißen Kakao und Chocolate- bzw. Bananen-Cupcake. Der Kreislauf und die Laune stiegen. Nach längerer Pause und dem Kauf der “Billy´s Tote Bag” schlenderten wir zur nächsten Metrostation und fuhren diesmal mit der roten Linie bis zum Times Square. Das Wetter war immer noch nasskalt und ungemütlich, aber im Gegensatz zum Beginn des Tages, ging es mir wesentlich besser. Der Times Square ist an Reizüberflutung kaum zu toppen! Wir machten Fotos, trafen das Krümelmonster (es steckte ein weibliches Wesen im blauen Kostüm drin), waren bei Toys`R´us und staunten über das Riesenrad, welches sich über 4 Etagen im Store dreht, kauften im M&M-Shop M&Ms (was auch sonst) und stellten selbstbedruckte M&Ms her, die wir meinem Bruder und seiner Freundin mitbringen wollten, schauten bei Forever21 rein (ich fand eine coole Hose und eine Strickjacke) und Ole aß glücklich einen Chili-Dog, was sowas wie ein Hot Dog ist, nur mit Chili con Carne oben drauf. Wir sogen das Brummen, Hupen und die allgemeine Betriebsamkeit in uns auf, bis es uns genug wurde und wir Richtung Hotel schlenderten.

Am Nachmittag starteten wir gleich wieder, diesmal allerdings mit dem Bus: “City Sights NY” – eine Doppeldecker-Bus-Tour. Wir fuhren mit der blauen Linie, mit der “Downtown-Tour” und folgten Bob, dem “Erklärbär” fast 2 Stunden durch die Straßen und Häuserschluchten und sahen Ecken und hörten Geschichten, die an uns sonst vorbeigegangen wären. “Believe it or not…” um Bob zu zitieren. Die Touri-Bus-Tour hat sehr viel Spaß gemacht! Als wir ausstiegen war es schon dunkel und spät. Wir schlotterten vor Kälte, verabschiedeten uns von Bob und bedankten uns herzlich. Es war so bitterkalt, dass wir uns für den Rest des Weges ein Taxi nahmen, um heil im Hotel anzukommen.

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Mittwoch, 11.12.2013

Es war der letzte Tag in New York City. Also haben wir noch mal alles rausgeholt und starteten mit der Metro Richtung Battery Park. Wir nahmen die Staten Island Ferry und setzten bei bestem Wetter zu St. Georg über. Die Fähre war groß und trotz der vielen Leute, die einstiegen, war die Fähre nicht mal 1/3 voll. Die knapp 30 minütige Überfahrt verging wie im Flug. Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein an der Statue of Liberty oder auch an “Luise,” wie wir sie liebevoll nannten, vorbei und machten ein paar Bilder. Von Staten Island aus hatte man einen fantastischen Blick auf Manhatten und Brooklyn.

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Nach einem kleinen Spaziergang und ein paar Fotos später, nahmen wir die nächste Fähre und schipperten wieder zurück nach Downtown. Es ging wieder in die Metro, diesmal in die grüne 4, zwei Stationen, um dann umzusteigen in die blaue A, die wir auch an der nächsten Station schon wieder verließen, denn von der Station “High St” startet man wunderbar, um zu Fuß über die Brookly Bridge nach Manhatten zu laufen. Bei gefühlten – 20 Grad und eisigem Wind spazierten wir die Promenade entlang bis zur anderen Seite des East Rivers. Auf der Promenade, die aus Holzbohlen bestand, lag Eis und der Wind zog so stark um alle Ecken, dass wir fast froh waren, als wir das windgeschützte Lower Manhatten erreichten. Von dort ging es wieder in die grüne Metro und vorbei an Musikern und Künstlern, die sich ein wenig Geld verdienen wollten. (Wir stellten fest, dass ein Michael Jackson Imitator beim Publikum nicht so gut ankam, wie eine geschmeidige Jazz-Band und ich gab einem Mann mit seinem Cello mein ganzes Kleingeld.) Zurück im Hotel, zogen wir uns noch wärmer an und starteten diesmal Richtung Times Square, um dort in den schon bekannten “City Sights NY”-Doppeldecker-Bus einzusteigen. Diesmal machten wir die “Uptown-Tour” und nahmen die rote Linie. Leider war der Bus leer und eine unterhaltsame Erkundung a la Bob blieb aus. Unserer Stimmung tat dies keinen Abbruch. Wir fuhren am Central Park entlang durch die Upper West Side, machten einen Schlenker zur Cathedral of St. John the Divine, fuhren im wunderschönen Harlem andächtig am Apollo Theater vorbei, um dann, auf der anderen Seite vom Central Park, der Upper East Side entlang, zurück zufahren, wo wir am Eck Central Park / 5th Avenue ausstiegen und fast über die Pferde und Kutschen stolperten. Es ging zu Fuß weiter, die 5th Avenue runter. Wir bestaunten die Weihnachtsdekorationen in den Geschäften und machten “Window-Shopping” *ding, ding* …allerdings sind wir bei Lindt dann doch schwach geworden und kauften eine große Weihnachtskugel für meine Patentante und zwei mini Schokokügelchen für uns. Die 5th Ave war voller Menschen und man sah Pelzträgerinnen und Menschen, die in Secondhand über die Straßen hetzten. Es wurde immer voller und lauter. Taxis verstopften die Straßen und selbst, wenn wir im Sightseeing-Bus geblieben wären, wären wir nicht vorangekommen.

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Irgendwann beim Rockefeller Center angekommen, luscherten wir kurz nach dem Tannenbaum und suchten dann den Aufgang zum “Top of the Rock Observations Deck”. Es dauerte eine ganze Weile bis wir heraus fanden, wo und welchen Aufzug man nach oben nehmen musste. In der Wartezeit zum Aufstieg (jedes Ticket hatte eine genaue Fahrstuhl-Uhrzeit/ wir hatten noch über eine Stunde “rumzukriegen”), fanden wir ein Postamt, mitten im Rockefeller Center und wurden so nach langem und unnötigem Herumstehen unsere Postkartengrüße los. Die Dame am Schalter fragte ich noch nach Weihnachtsbriefmarken und siehe da, es gab noch welche! Draufgeklebt, eingeworfen und zurück durch das Gewusel zum Aufzug, es war 4:20 pm, höchste Zeit, denn wir waren an der Reihe!

Oben angekommen erlebten wir, wie die Sonne NYC in die Nacht verabschiedete. Fast wie ein letzter Gruß. Es war traumhaft schön! Da es auch unser letzter vollständiger Tag in dieser Stadt war, taten wir es der Sonne gleich und grüßten stillschweigend zurück. Wir standen einfach nur da und staunten.

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Die 3 Ebenen der Aussichtsplattform waren alle gut besucht, aber unten vor dem Gebäude, beim Weihnachtsbaum, war sehr viel mehr los, als am Freitag im Regen. Ole sammelte noch eine Tannenbaumnadel auf, dann machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.

Da ich Montag leider nicht dabei war, stiegen wir in Grand Central Station ein und am Eck 34 St / Madison wieder aus. Für den kleinen Umweg auf dem Nachhauseweg war ich sehr dankbar, denn sonst hätte ich die Grand Central Station nicht zu sehen bekommen. So viele Menschen auf einem Fleck, so ein atemberaubendes Gebäude! Der Schlenker lohnte sich, auch wenn die Füße langsam nicht mehr konnten. Nach über 12 Stunden Sightseeing ging es nun auf direktem und schnellstem Weg zum Hotel.

Der Koffer war gepackt und wir beide schliefen tief und fest in der letzten Nacht in NYC.

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Donnerstag, 12.12.2013

Abreisetag, good bye du herzliche und zugleich raue Stadt.

Am Morgen frühstückten wir noch einmal im “tasty”, tranken einen letzten Kaffee im “M” und da unsere gepackten Koffer an der Hotelrezeption sicher verwahrt waren, verbrachten wir die übrige Zeit mit einem Spaziergang zum Madison Square Park, um uns von den süßen Eichhörnchen zu verabschieden.

Es war so schön…

Um 13:30 Uhr fuhr uns das bestellte Taxi zum Airport. Leider hatte der Flieger 2 Stunden Verspätung und somit verpassten wir den Anschlussflieger in Düsseldorf. Nach einer ewig langen Rückreise und einem fast 7 stündigen Aufenthalt in Düsseldorf, kamen wir völlig übermüdet in Hamburg an. Zum Glück bekamen wir noch den Kielius-Bus!

Gegen 20:00 Uhr waren wir wieder daheim und fielen nach ausgiebiger Katzenbeschmusung und ein paar Telefonaten direkt ins Bett!

Eine Woche New York City, es war unglaublich! Wenn ich es nicht selber wüsste, müsste ich mich zwicken, um festzustellen, dass das kein Traum war!

<3

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New York Cheesecake Muffins

Für 14 oberleckere kleine New York Cheesecake Muffins benötigt man vor allem eins: die Fähigkeit diese kleinen Köstlichkeiten einmal über Nacht im Kühlschrank ruhen zu lassen.

Zutaten:

120 g Spekulatius oder ähnliche Kekse

50 g Butter

450 g Doppelrahmfrischkäse

150 g Crème fraîche

100 g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker

2 Eier

1 kleine Bio Zitrone

Zubereitung:

Alle Zutaten bereit stellen (sie sollten Zimmertemperatur haben) und von der Zitrone die Schale abreiben und zur Seite stellen.

In einem kleinen Topf die Butter erwärmen bis sie flüssig ist. In der Zwischenzeit die Kekse in einen Gefrierbeutel geben, diesen zuhalten und ordentlich darauf rumklopfen, bis eine feine Krümelmasse entstanden ist. Die Krümel zu der flüssigen Butter in den Topf geben und alles gut vermengen.

Muffinförmchen in ein Muffinblech setzen und in jedes Förmchen aus dem Butter/Keks-Teig einen Boden zaubern. Anschließend an einen kühlen Ort stellen.

In eine große Rührschüssel nun Frischkäse, Zucker, Vanillezucker und die Zitronenschale mit einem Löffel cremig rühren, dann die Eier eins nach dem anderen einrühren und zum Schluss Crème fraîche unterheben. (Abschmecken erlaubt!)

Die Masse nun bis oben hin in die Förmchen füllen und das Muffinblech ein paar mal vorsichtig auf der Arbeitsfläche aufstoßen, damit die letzten Luftbläßchen aus der Creme entweichen können.

Im Ofen bei 160 Grad (Umluft) ca. 25 Minuten backen.

Frisch aus dem Ofen sollten die Cheesecakes in der Mitte noch etwas wabbelig sein.
Mindestens eine halbe Stunde abkühlen lassen, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. So verbinden sich die Aromen und die Cheesecakes erhalten ihre perfekte Konsistenz.

Very Yummy!

Tipp: In jedes einzelne Küchlein zwei bis drei Himbeeren einbauen – “verysuperyummy”! ;)

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